Der H-Kurs Geschichte auf Galileis Spuren

(Fast) zum Abschluss des Kurses spielte das Wetter und der Himmel dann doch noch mit: Der H-Kurs Geschichte konnte endlich das schon seit dem 1. Semester angedachte Projekt verwirklichen und die wahrhaft revolutionären Entdeckungen Galileis am Teleskop mit eigenen Augen nachvollziehen: Strahlendes Frühlingswetter und Venus mit Jupiter am Abendhimmel in Konjunktionsstellung (also dicht beieinander) und Mars in Opposition (in Erdnähe), ab 21.00 Uhr gut im Südosten sichtbar.

 


Da ließ sich das Angenehme mit dem Angenehmen verbinden, und gleichzeitig hatten die Kursteilnehmer einen kleinen Imbiss zur Stärkung organisiert, sodass das gesellige Beisammensein zum Ausklang des Kurses neben den anstrengenden Beobachtungen nicht zu kurz kam.


Als Geräte hatten wir einen 20x80 Feldstecher, zwei achromatische Refraktoren („Linsenteleskope“) 70mm F10 und 152mm F8 sowie einen 203mm F6 Newton („Spiegelteleskop“) zur Verfügung, zwar eher kleinere Liebhabergeräte, von deren Leistungsfähigkeit aber Galilei nicht zu träumen gewagt hätte.


Die Phasengestalt der Venus war klar erkennbar, Jupiter zeigte seinen „Großen Roten Fleck“ und einen Monddurchgang vor der Planetenkugel (leider ohne Schattenwurf), und auf Mars waren die abschmelzende Nordpolkappe und die hellen Wolken in der dünnen Atmosphäre sichtbar.


Von Mars ist uns dann auch ein Webcamfoto gelungen, das einige Details zeigt. Besonders deutlich wird die Leistungsfähigkeit dieser preiswerten Technik zur Planetenfotografie, wenn man bedenkt, dass das Marsscheibchen gerade mal 13,5 Bogensekunden im Durchmesser hatte.


Der Jupiter ist vorher mit dem Spiegelteleskop aufgenommen worden, zeigt aber den Anblick des Planeten ganz gut.


Dank an alle, die dabei waren, besonders an Christian Reints, der viele Fotos machte, und Herrn Kasperczyk, der mit seiner Hilfsbereitschaft in Sachen Computer den Abend gerettet hat!

St, 01.04.2012